Gebt mir gleich aus diesem Fasse von dem honigsüßen Nasse. Hurtig! Einen Becher her!
Eugen Roth (1895 – 1976)

Hanfblüte Met - intensiver Honigwein trifft auf leicht floral-frische Nutzhanfblütenaroma

Hanfblüte auf schwarzem HintergrundFür seine exquisite Metsorte „Hanfblüte“ verwendet der Wankende Bär ein rein natürliches, nicht berauschendes, aber wohlschmeckendes Hanfaroma, welches er aus einer vertrauenswürdigen Quelle bezieht. Nutzhanf ist schon lange als hervorragender Rohstoff für allerlei mögliche Produkte bekannt und als solcher fest in der menschlichen Kulturgeschichte verankert. Bereits die Mettrinkenden Wikinger wussten Hanf als Rohmaterial zu schätzen und verwendeten diesen in verschiedenster Weise! Darüber hinaus fand diese Pflanze jedoch auch schon wesentlich früher Anwendung in einer Vielzahl an Kulturen. Aus geschichtlichem und ökologischem Interesse hat sich der Wankende Bär deshalb viel Wissen über eine der ältesten Nutzpflanzen der Erde angeeignet.

Schon vor etwa 4000 Jahren wurde dieses Gut in China und Persien als Getreidepflanze angebaut. Die Fasern wurden damals zur Herstellung von Kleidern und Seilen verwendet und die Hanfsamen wurden gegessen. Ungefähr 100 Jahre v. Chr. wurde das erste Papier aus den Fasern besagter Pflanze geschöpft. Im Mittelalter wuchs die Beliebtheit dieses Gewächses dann auch in Europa. Auch hier wurden Textilien, Seile, Segel, Waffenteile, wie zum Beispiel Bogensehnen und Papier (welches wohlgemerkt langlebiger als unser heutiges Papier aus Holzfasern war) daraus gefertigt. Beim ersten Buchdruckverfahren nach Johannes Gutenberg wurde der Bedruckstoff aus Hanffasern hergestellt, und auch die amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurde auf Hanfpapier niedergeschrieben.

Auch heute finden die Fasern dieses Gewächses noch Anwendung. Neben den Produkten, in denen diese schon historisch verwendet wurden, werden sie heute auch als Dichtungsmaterial, zur Innenverkleidung in der Automobilindustrie, für Textilien, als Dämmwolle und Betonersatz oder zur Herstellung von Möbeln angewandt.

Biene an BienenwabeNeben dem Hanfaroma benötigt der Wankende Bär selbstverständlich auch Honig für seinen Hanfblüten-Honigwein. Da er gerne weiß, was er verkauft, will er diesen nicht etwa bei einem Händler im Internet bestellen, sondern kooperiert mit den ihm wohlgesonnenen Bienenvölkern seines Waldes: Der Bär vertreibt die für die Bienen lästigen Hornissen und Wespen aus seinem Wald, dafür geben die Bienen ihm etwas von seinem Honig ab. Falls ein Volk einmal nichts davon abzugeben hat, weil sie nicht genug als Nahrungsreserve sammeln konnten, macht das natürlich auch nichts. Der Wankende Bär ist ein verständnisvoller und nächstenliebender Bär. Das wissen die Bienen auch zu schätzen und sind entsprechend motiviert!



Den Rohstoff für ihren Honig sammeln die Arbeiterbienen in Form von Nektar – einem zuckerhaltigen Saft aus Blumenblüten oder als Honigtau von den Blättern des Waldes. Die Bienchen saugen den Rohstoff mit ihrem Rüssel auf und lagern diesen dann in ihrem Honigmagen zwischen. Bereits bei der Absorption des Safts werden diesem Enzyme wie Amylasen und Glucosidasen zugesetzt, welche das aufgenommene Material in Stärke, Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker) aufspalten. Im Bienenstock angekommen, trifft man Kollegen und geben die Arbeiterbienen den noch unreifen Honig an die Stockbienen ab, welche diesen dann untereinander weitergeben, beziehungsweise umtragen. Hierbei gelangen weitere Enzyme, andere Eiweiße und Säuren, die für die Weiterverarbeitung zu richtigem Honig wichtig sind, in den Nektar. Im Folgenden wird der Wassergehalt des künftigen Honigs vermindert: Der Nektar wird mehrfach über den Rüssel abgelassen und anschließend erneut eingesaugt, wodurch sich der enthaltene Wasseranteil auf etwa 35 % reduziert. Im Anschluss wird der noch unreife Honig in Wabenzellen großflächig ausgebreitet und die Bienen fächeln diesem mit ihren Flügeln Luft zu. So wird die Flüssigkeit auf einen Wassergehalt von maximal 20 % eingedickt, womit der Honig fertig ist. Dieser wird letzten Endes dann noch einmal in Lagerzellen umgetragen, gespeichert und mit einer Wachsschicht abgedeckt, was auch als Verdeckeln bezeichnet wird. Den Honig verwenden die Bienen dann, um den Nahrungsbedarf des Bienenvolkes abzudecken und um ihre Brut aufzuziehen. Was dabei übrig bleibt, geben die Bienen dann bereitwillig an den Wankenden Bären ab – und das ist auch gut so, denn mit zu viel Honig würden die Tierchen ihre Brutflächen und sonstigen Zellen verstopfen. Dies würde dazu führen, dass sie keine Wintertraube bilden können, weshalb sie den Winter wohl nicht überleben würden.

Honig fließt in GlasAus dem gewonnenen Honig und dem natürlichen Hanfblüten-Aroma kann der Wankende Bär nun seinen Met ansetzen. Die Herstellung von Hanfblüten-Met unterscheidet sich in der Produktion im Vergleich zu herkömmlichem Met jedoch ein wenig. Zu Beginn erhitzt er ein Wasser-Honig-Gemisch kurz auf 78° Celsius, um möglicherweise vorhandene Fremdhefen abzutöten und füllt die Mischung dann mit kaltem Bergquellwasser auf. Anschließend lässt er das Gebräu auf maximal 25° Celsius abkühlen, um dann die Hefenährsalze und das Hanfblütenaroma hinzuzugeben. Er vermengt alles ganz gemächlich und verschließt danach seinen Gärbehälter. Über vier Wochen hinweg schwenkt er tagtäglich sein Behältnis. Nach dieser Zeitspanne zieht er seinen Met mit einem Schlauch ab und füllt ihn in ein Fass um, in welchem der Honigwein dann noch über einige Monate hinweg reifen kann. Da der Wankende Bär ein Purist ist und seinen Wein somit möglichst natürlich halten will, verzichtet er auf das Schwefeln. Nach der Reifung ist es an der Zeit, den intensiver Honigwein mit einem feinmaschigen Sieb zu filtern, und in Flaschen abzufüllen. Nun ist es an der Zeit für eine Kostprobe. Da der Wankende Bär sein Fach beherrscht, ist das natürlich eher eine Formalie. Selbst die Wikinger – die mit Sicherheit hohe Ansprüche gestellt hätten – fänden diesen Honigwein mehr als überragend!



Wenn das Wasser im Rhein gold’ner Wein wär, ja, dann möchte ich so gern ein Fischlein sein.
Rheinisches Volkslied