Nun trink! Was in der Menschenwelt als göttlich sich erweist, die Freiheit ist dem Rausch gesellt.
Friedrich Hornfeck (1822-1882)

blütenreiner Kastanienblüten-Met - Honigwein aus Kastanienblüten Honig

KastanienblütenDer Kastanienblüten-Met vom Wankenden Bären ist für Leckermäuler wie dich eine ganz besondere Delikatesse. Das liegt mitunter an seinem besonderen Honig. Die hochwertige Edelkastanie, auch Esskastanie genannt, stellt die Grundlage für den hierfür verwendeten Kastanienhonig dar. Sie ist in Europa die einzige Baumart, die zur Gattung der Kastanien gehört. Der Kastanienhonig selbst findet sich nur in wenigen Gebieten Europas wieder und benötigt große Waldbestände, die hauptsächlich mit Maronenbäumen besetzt sind. In Deutschland, Frankreich und Italien scheint es der Kastanie zu gefallen, denn hier gibt es Regionen, die Maronenhaine beheimaten. Und einer dieser wunderschönen Maronenhaine befindet sich, zum Glück, im magischen Wald des Wankenden Bären. Bereits am frühen Morgen macht er sich auf - da es von seinem Lager zu dem Hain doch ein ganzes Stück ist - und läuft in Richtung von ebenjenen. Denn es handelt sich bei dem in Deutschland verkauften Kastanienhonig somit sogar um eine regionale Delikatesse! Während er seinen Pfad entlang wankt, sieht er schon den in blütenstehenden Baum vor sich. Ebenfalls freut er sich auf die Früchte der Edelkastanien. Als Früchte bildet sie nämlich die beliebten Maronen, weshalb manche Kastanienhonig als „Maronenhonig“ bezeichnen. Bei dem Gedanken daran läuft dem Wankenden Bären bereits der Sabber im Maul zusammen. Aber jetzt zurück zu den erhabenen Bäumen! Zwar wachsen Kastanienbäume selbst bei schlechterer Witterung, doch bis diese ihre stämmige Größe erreicht haben können Jahrzehnte vergehen. Erst mit 20 bis 30 Jahren startet der Kastanienbaum mit seiner Blütenproduktion. Zum Glück wurde der Maronenhain im zauberhaften Wald bereits vor langer Zeit gepflanzt. Wenn sich der Wankende Bär nicht verrechnet hat, müssten die Maronenbäume dieses Jahr zum ersten Mal nur für dich Blüten tragen. Nach einem kleinem Prankenmarsch kam er endlich in dem Maronenhain an. Dort machte er ganz große Augen. Die Baumkronen standen in voller weißer Blütenpracht! Seine fleißigen summenden Helferlein sind bereits darüber, die kurze Blütezeit von Juni bis Juli zu nutzen, den kostbaren Nektar des Baumes einzusammeln. Aber auch der Wankende Bär, der den beliebten Kastanienhonig produzieren möchte, muss an die knappen Blütenentwicklungen und die langen Wachstumsentwicklungen der einzelnen Bäume denken. Denn nach dieser kurzen Zeit startet bereits die Entwicklung der Esskastanie und die Blüten verschwinden.

Biene an BlüteDeswegen geben die kleinen Bienchen alle Vollgas. Der Methändler deiner Region unterstützt sie hierbei tatkräftig, damit genügend Nektar und Blütentau für deinen Lieblingsmet vorhanden ist. Mit dem ganzen süßen Nektar gesammelt, begeben sie sich auf die Reise in ihren Bienenstock. Dort wird der Kastanienblütennektar von Stockbiene zu Stockbiene weitergegeben. Dadurch wird dem Honig Wasser entzogen und besondere Enzyme beigemischt. Nach der kurzen Reise durch den Stock lagert eine Arbeiterbiene den Nektar in eine Bienenwabe ein. Danach prüfen die Bienen immer wieder, ob der Honig reif ist. Sobald er eine bestimmte Reife erreicht hat, werden die Wabenzellen mit dem Honig mit dünnen selbsthergestellten Wachsdeckeln verschlossen.

Nachdem die Bienen maximal zwei Monate Zeit hatten den Nektar zu sammeln, beginnt für den Wankenden Bär die eigentliche Produktion des Maronenhonigs. Nun muss er nur noch den fertigen Honig vorsichtig herausschleudern und in ein Glas abfüllen. Reiner Kastanienhonig schmeckt sehr kräftig, würzig und etwas bitter. Durch diesen Unterschied zu anderen Honigsorten stellt er für Honigliebhaber eine besondere Delikatesse dar. Der Wankende Bär mildert das kräftige Aroma nachhaltig dadurch ab, indem er reinen Kastanienhonig mit einer weiteren milden Honigsorte mischt. Aber dabei muss er richtig aufpassen, denn die offizielle Bezeichnung des „Kastanienhonig“ darf sein Honig nur tragen, wenn er mindestens zu 90 % aus Nektar von Kastanienbäumen besteht. Abhängig vom Honigtauanteil oder vom Anteil anderer Pflanzen variiert der Geschmack von Kastanienhonig je nach Herkunft und Erntezeit. Das gilt ebenso für die Farbe. Kastanienhonig ist eher dunkel und hat einen leicht rötlichen Ton. Er zeichnet sich durch einen besonders hohen Fructose-Gehalt aus, weshalb er in seiner Konsistenz flüssig ist und nur sehr langsam auskristallisiert. Nachdem der Wankende Bär den benötigten Honig eingesammelt und sich bei den Bienen für die fleißige Arbeit bedankt hat, begibt er sich in Richtung seines Brauzimmers.

Honig in SchaleDort angekommen stellt er die Gläser vorsichtig auf einem Tisch ab und verlässt den Raum gleich wieder. Denn er benötigt noch zwei weitere Zutaten für deinen Met. Frisches glasklares Wasser aus der Quelle hinter seinem Lager und Hefe aus seinem Schuppen, den er kurzerhand in eine Speisekammer umgebaut hat. Kurze Zeit später befindet er sich wieder in seinem Brauzimmer, nun mit allen benötigten Zutaten. Er holt eine große Schüssel und einen riesigen Holzlöffel. Er gießt vorsichtig den warmen gesammelten Kastanienblütenhonig und das erfrischende Quellwasser hinein. Dicht gefolgt von der würfelförmigen Hefe. Mit dem großen Holzlöffel vermischt er die Zutaten so lange miteinander, bis sich daraus eine homogene Masse ergibt. Nun kommt der komplizierteste Punkt beim Metbrauen, die Gärung. Aber keine Sorge um deinen Met, der Wankende Bär hat so viel Wissen und Übung darin, dass es für ihn ein Kinderspiel ist. Nach eine schier endlosen Gärzeit später ist dein Met endlich fertig! Freudig wankend schenkt der Wankende Bär den Kastanienblütenhonig in die zuvor persönlich rausgesuchte Flasche für dich um. Hoffentlich kannst du es kaum noch erwarten deinen Met endlich zu kaufen und in den Händen zu halten!

Thor, weihe dieses Horn. Wir weihen diesen Met den Asen und Vanen, der heiligen Mutter Erde und unseren Ahnen und denen, die kommen werden. Heia!
Einfache Methornweihe aus der Überlieferung der Germanen (um 300 v. Chr.)