Nun trink! Was in der Menschenwelt als göttlich sich erweist, die Freiheit ist dem Rausch gesellt.
Friedrich Hornfeck (1822-1882)

Wikingerbräu - Met trifft auf Dunkelbier und wird zu süffigem Metbier auch Honigbier genannt

Bei der Herstellung des süffigen Dunkelbieres für sein Gebräu beginnt der Bär mit dem Brauen in seiner kleinen Privatbrauerei auf einer abgelegenen Waldlichtung. Hier findet er die nötige Ruhe für die Herstellung seines vollmundigen Bieres.

HopfenSein erster Schritt ist das Mälzen. Hierbei weicht er die frische Gerste ein und bringt sie in einem Keimkasten zum Keimen. Hierbei bilden sich die nötigen Enzyme. Durch die Trocknung des Grünmalzes, auch genannt „Darren“ unterbricht der Bär bei circa 80° Celsius den Keimprozess. Malzzucker dient als künftige Nahrung für die Hefekulturen, aus welchen sich dann später der Alkohol bildet. Nach diesem ersten Schritt beginnt das Schroten. Ähnlich wie beim Mahlen von Mehl, wird das fertige Malz zerkleinert, sodass es sich im Wasser besser lösen kann. Beim anschließenden Maischen wird das Malz im Maischbottich mit Wasser vermengt – in der Fachsprache wird das Einmaischen genannt. Enthaltene Stärke löst sich auf und Gerbstoffe, Eiweiß und Zucker werden frei. Das Produkt nennt sich Malzextrakt. Im Folgenden wird das Extrakt geläutert, wobei sich die Würze von den Feststoffen, Treber genannt, trennt. In einer Sudpfanne wird die Würze dann gekocht und mit dem Hopfen vermischt. Durch Verflüchtigung des Wassers wird das künftige Bier zur gewünschten, genau richtigen Stammwürze konzentriert. Im nächsten Schritt, der Würzeklärung, wird die Würze in einen Whirlpool geleitet und rotiert. Hierbei setzt sich der sogenannte Bruch ab und die Würze wird auf 10° Celsius bis 20° Celsius heruntergekühlt. In einem Gärtank gibt der Bär zur Würze noch Brauhefe dazu, welche für die Umwandlung von Zucker in Alkohol und Kohlendioxid verantwortlich ist. Folgend wird das Jungbier in einem Lagertank bei einer Temperatur bei 1° Celsius bis 2° Celsius zwischen drei Wochen und drei Monaten gelagert. Abschließend wird das Bier filtriert, wodurch das Bier seine Klarheit und Färbung erhält.

Biene an BlüteDamit der Wankende Bär sein delikates Dunkelbier mit Metwein verfeinern kann, braucht er Honig für sein Gebräu. Da der Wankende Bär ein unabhängiger Bär ist, vermeidet er es, seine Zutaten einfach bei einem Händler im Internet zu bestellen. Stattdessen hat er sich mit mehreren Bienenvölkern in seinem Wald zusammengetan, welche ihm den Honig zur Verfügung stellen, den sie übrig haben. Im Gegenzug hält der Wankende Bär Wespen und Hornissen von den Bienenstöcken fern. Die Pflanzen locken mit ihrem Nektar die Bienen an, da die Pflanzen auf die Bestäubung durch die Bienen angewiesen sind. Die Honigbienen sammeln für ihren Honig den Nektar aus Blüten oder alternativ Honigtau von Blättern. So bilden die Blümchen, die Bienchen und der Wankende Bär eine Symbiose, von der alle etwas haben. Nur wenn der akute Nahrungsbedarf des Volkes und der für die Aufzucht der Brut gedeckt ist, produzieren die Bienen ihren Honig – denn dieser dient ihnen als Nahrungsreserve.

Damit aus dem Nektar Honig entsteht, saugen die Tierchen den Honig mit ihrem Rüssel auf, wobei er dann über die Speiseröhre in den Honigmagen gelangt. Den Blaseninhalt liefert sie dann bei Ihrer Heimkehr an die Stockbienen, welche diesen dann wiederum an andere Bienen weiterreichen. Hierbei wird der Nektar mit Enzymen, Säuren und Eiweißen angereichert. Damit der Nektar nicht beginnt, zu gären, muss diesem Wasser entzogen werden. Dies geschieht, indem die Biene den Nektar durch ihren Rüssel mehrfach herauslässt und wieder einzieht. Bei einem Wassergehalt von etwa 30 % bis 40 % wird der Nektar in den Wabenzellen ausgebreitet, sodass noch mehr Flüssigkeit verdunsten kann. Durch Zufächeln von Luft über die Flügel wird der Verdunstungsprozess zusätzlich beschleunigt, bis der Wassergehalt circa 20 % beträgt. Der Nektar ist zu Honig geworden, welchen der Wankende Bär nun von den Bienen einsammeln kann, sofern sie etwas für ihn übrig haben.

Fließender HonigDer Wankende Bär kann nun mit seiner Metproduktion beginnen. Hierbei erhitzt er ein Honig-Wasser-Gemisch auf etwa 80° Celsius, um zuerst eventuell vorhandene Fremdhefen abzutöten. Anschließend gießt er den Ansatz dann mit kaltem Wasser auf und gibt Hefenährsalze hinzu. Dann muss er das Gebräu herunterkühlen lassen, auf höchstens 25° Celsius, damit die gärfreudige Reinzuchthefte hinzugegeben werden kann. Der Bär verschließt nun seinen Gärbehälter mit dem künftigen Met, welchen er dann 20 Tage unter täglichem Schwenken des Behälters gären lässt. Nach diesem Zeitraum lässt der Bär den Metwein aus dem Behälter ab und filtert den Trunk. Das favorisierte Honigbier Gebräu des Bären ist fertig und es ist Zeit für eine Kostprobe. Entspricht der Met seinen Vorstellungen, kann er zum nächsten Schritt übergehen.

Nun gibt der Wankende Bär äußerst sorgfältig den Met zum Dunkelbier und vermengt die beiden Zutaten gemächlich mit einer großen Kelle, sodass das Gemisch dabei nicht schäumt. Im Folgenden lässt der Bär sein Wikinger Bräu noch für eine Weile ruhen und macht dann eine Geschmacksprobe, um sicherzustellen, dass die Qualität seines Metbieres auch wirklich seine Ansprüche – und damit auch die seiner Kunden – erfüllt. Wenn das Bier schön vollmundig-süffig schmeckt, die Würze seinen Vorstellungen entspricht und auch die leicht cremige Honignuance des Mets genau richtig ist, ist er von der Qualität des Gebräus überzeugt. Dann kann er schlussendlich damit beginnen, seine Bierspezialität in Flaschen abzufüllen. Ist das getan, fährt er seine frisch produzierte Charge auf einem großen Holzwagen zu einer kleinen Höhle – seinem Lager. Von hier versendet er dann seine Ware in die große weite Welt – und mit Sicherheit auch an dich, solltest du das Wikinger Bräu Bier jetzt bestellen.

Thor, weihe dieses Horn. Wir weihen diesen Met den Asen und Vanen, der heiligen Mutter Erde und unseren Ahnen und denen, die kommen werden. Heia!
Einfache Methornweihe aus der Überlieferung der Germanen (um 300 v. Chr.)